Digitalradio-Nutzung – Erste Erhebung

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logoDie Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat in Kooperation mit bayerischen und bundesweiten DAB-Anbietern im Rahmen der Funkanalyse Bayern 2012 eine detaillierte Untersuchung zur Nutzung von Digitalradio-Programmen in Bayern durchgeführt. Danach erreichen die DAB-Programme bereits kurz nach dem Sendestart von DAB+ eine respektable Hörerschaft. Im Lauf von zwei Wochen werden DAB-Programme immerhin von rund 800.000 Personen in Bayern gehört. Rund 200.000 Personen hören an einem durchschnittlichen Wochentag mindestens ein Digitalradio-Programm. In dieser Untersuchung wurden erstmals alle empfangbaren DAB-Programme vergleichbar mit den etablierten UKW-Hörfunkprogrammen abgefragt. Hierzu wurden bei einer Teilstichprobe von 4.000 Befragten ab 14 Jahre in Bayern zusätzlich zu den UKW-Sendern alle empfangbaren DAB-Sender gestützt, d.h. durch Vorlesen des Sendernamens und –slogans abgefragt, während bei den übrigen 17.570 Befragten ab 14 Jahre in Bayern wie bisher nur die empfangbaren UKW-Sender und die lokalen DAB-Sender vorgelesen wurden. Zu den zentralen Resultaten des Methodentests gehört, dass bei der gestützten Abfrage für die DAB-Sender eine deutlich höhere Reichweite gemessen wird als ungestützt. Die Reichweiten der UKW-Sender werden zudem durch die gestützte Abfrage weiterer Programme grundsätzlich nicht negativ beeinflusst. Bei gestütz¬ter Abfrage von durchschnittlich 43 Radioprogrammen gegenüber 26 Programmen in der Kontrollstichprobe verlängerte sich zwar die Interviewdauer. Dies führte aber nicht zu relevanten Mehrabbrüchen der Interviews.

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